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Feinstaub

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In den Medien wurde Feinstaub hauptsächlich mit dem bei der Verbrennung entstehenden Ruß gleichgesetzt! Als Feinstaub gelten Schwebepartikel, die bis zu 15  µm groß sind. Im Verlauf einer Gewichtungsfunktion leitet sich letztendlich auch die Bezeichnung PM10 ab, da bei ca. 10 µm genau die Hälfte der Partikeln in die Gewichtung eingehen.  In Deutschland wird der Umgang mit Feinstaub seit Anfang 2005 durch die 22. Verordnung zum Bundesimmissionsschutz-Gesetz (BImSchG) geregelt, welche die europäische Feinstaub-Richtlinie von 1999 in deutsches Recht umsetzt.

Herkunft der Stäube

Stäube und Feinstäube in der Umwelt haben verschiede Quellen. Einige Ursachen für die Entstehung sind:

  • Partikelneubildung aus Vorläufern in der Atmosphäre
  • Kleinstlebewesen und Teile von ihnen, Pollen
  • Erosionsprodukte von Gesteinen 
  • Russ aus Waldbränden
  • Asche aus Vulkanausbrüchen
  • Seesalz durch Gischt

Anthropogene Hauptverursacher im Außenbereich sind die Industrie: 60 kt/a (29,7 %), Privathaushalte und Kleinverbraucher: 33 kt/a (16,3 %), Straßenverkehr (ohne Abrieb): 29 kt/a (22,3 %), Privathaushalte und Kleinverbraucher mit ca. 16 %, der Straßenverkehr (ohne Abrieb) mit 12 %, Bremsen & Kupplung: 7kt/a (3,5 %), Reifenabrieb: 6 kt/a (3%), Elektrizitäts- und Fernheizwerke: 19 kt/a (9,4 %), Landwirtschaft: 18 kt/a (8,9 %),  Schüttgutumschlag: 8 kt/a (4 %) und Industriefeuerungen: 6 kt/a (3 %). In den Städten beträgt dagegen der Anteil des Verkehrs an den Feinstaubemissionen knapp 35 %.

Die Stäube in der Luft lassen sich in verschiedene Gruppen einordnen. Je nach Art und Größe sind die Stäube lungengängig und können dort mehr oder weniger großen Schaden anrichten.

 Image
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Feinstaub 

Die Konzentration der Stäube ist zudem wetterabhängig. Dementsprechend seigt die Konzentration von Stäuben in der Luft im Winter durch die größere Heizaktivitäten, durch die geringere Luftdurchmischung der Atmosphäre und durch die verringerte Filterwirkung der fehlenden Vegetation und in Europa bei Ostwetterlagen bei denen mit über dem Kontinentmit Stäuben angereicherte Luft nach Mitteleuropa transportiert wird.

Die Staubkonzentratin in geschlossenen Räumen unterliegt dagegen ihren eigenen Gesetzen. Hier sind die wichtigsten Emittenten der Staubsauger, das Kochen, Toner von Druckern und Kopierern und vor allem das Rauchen.

Wirkungen auf den Körper

"Allerfeinste Partikel verhalten sich nahezu wie Gase und können nahezu ungehindert in die Blutbahn gelangen. Man hat sie sogar schon im Gehirn nachgewiesen!“ (Dr. Ulrich Franck vom Umwelt-Forschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ).) Je nach Partikelgrße werden die Stäube von unterschiedlichen Filtermechanismen des Körpers zurückgehalten. Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 1 µm werden nicht zurückgehalten.  Bei größeren Partikeln wird ein gewisser Prozentsatz zurückgehalten, der mit zunehmender Partikelgröße zunimmt; bei ca. 15 µm werden schließlich fast 100 % erreicht. 

Unterschiedliche Stoffe wirken unterschiedlich. Leider wird die Zusammensetzung der Stäube in der Feinstaubdiskussion nicht sehr berücksichtigt. Dabei sind besonders die ultrafeinen, also lungengängigen Stäube gefährlich, vor allem, wenn es sich dabei um Metalle oder Kohlenwasserstoffverbindungen handelt. Während Kohlenwasserstoffe als besonders reaktiv gelten, wirken Metalle oft als Katalysatoren, die die Reaktivität der Kohlenwasserstoffe weiter steigern. 

Wirkungen auf die Umwelt

Vor allem im Bezug auf die Diskussion um die Klimawandel sind Stäube in den verschiedenen Schichten der Atmosphäre nicht zu vernachlässigen, da sie dort ebenfalls als Katalysatoren wirken können oder als Aerosole je nach Partikelgröße bestimmte Wellenlängen des Lichts reflektieren können. 

Quellen:

 



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