Während Störche und andere Vögel bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts das Bild der Landschaft in weiten Teilen Deutschlands prägten, verschwanden viele dieser Arten im Lauf der Industrialisierung aus der Landschaft. Das letzte Weißstorch-Brutpaar auf dem Hümmling (Landkreis Emsland) verschwand Anfang der 70er Jahre aus dem ebenfalls an der Mittelradde liegenden Dorf Auen bei Lindern (Landkreis Cloppenburg). Nachdem über Jahrzehnte die Population der Weißstörche in Niedersachsen rückläufig war, scheint dieser Trend offenbar gestoppt. In der Grafschaft Bentheim wurden im letzten Jahr die ersten Küken flügge und auch in Ostfriesland scheint sich die Population langsam zu erholen. In der Raddeniederung bei Bockholte wurde jetzt dieser Storch bei der Nahrungssuche gesehen.
Ursache für den Rückgang dieser und vieler weiterer Wiesenvogelarten ist die intensive Bearbeitung und die Trockenlegung vieler Wiesen und der damit verbundene Rückgang an Mäusen und Lurchen, die den Vögeln als Nahrung dienen. Sollte dieser Nahrungsgast dank der intensiven Bemühungen, von Landwirten, Jägern, Naturschützern und Kommunen wieder genug Lebensraum und auch einen Partner finden, besteht die Chance, dass sich nach über 40 Jahren das erste Brutpaar in der Raddeniederung wieder ansiedelt. Dies wäre zu wünschen und ein sicheres Zeichen, dass die Anstrengungen der letzten Jahre das Verschwinden der typischen Arten dieser Landschaft aufzuhalten, endlich die lang ersehnten Früchte tragen.
Eh dreist... - Das ist eh so eine Sauerei, dass wir Mensc...